Björn Ommer: Der Forscher hinter einer neuen Bildsprache der KI
Wie ein Münchner Forschungsteam mit Latent Diffusion den Grundstein für Stable Diffusion gelegt hat – und warum offene Forschung dabei zentral war.

Wenn heute Millionen Menschen Bilder per KI erzeugen, geht das auf Forschungsarbeit zurück, die in Deutschland mitentwickelt wurde. Dieses Portrait ist Teil unserer Journal-Serie über Menschen und Quellen, die KI im deutschsprachigen Raum verständlich, nutzbar und diskutierbar machen.
Inhalt
Manche Forschungsergebnisse verändern nicht nur ein Fachgebiet, sondern eine Alltagskultur. Die Arbeiten von Björn Ommer und seinem Team gehören dazu. Sie haben mit dazu beigetragen, dass Bild-KI nicht in den Händen weniger Konzerne geblieben, sondern öffentlich zugänglich geworden ist.
Forschung an der LMU München
Björn Ommer ist Professor an der Ludwig-Maximilians-Universität München und leitet dort die Computer-Vision-&-Learning-Gruppe. Sein Forschungsschwerpunkt liegt auf visuellem Lernen und generativen Modellen – also auf der Frage, wie Maschinen Bilder verstehen, vergleichen und erzeugen können.
Latent Diffusion und Stable Diffusion
Aus seinem Team stammt die wissenschaftliche Arbeit zu Latent Diffusion Models, die später als technisches Fundament für Stable Diffusion bekannt wurde. Damit ist eine generative Bild-KI öffentlich verfügbar geworden, die Künstlerinnen, Designerinnen, Forschende und Hobby-Nutzer gleichermaßen einsetzen können.
„Wer Bild-KI nur in Konzernhände legt, übergibt einen Teil unserer visuellen Kultur."
Warum sein Blick gerade jetzt zählt
In einer Zeit, in der die größten KI-Modelle hinter geschlossenen Türen entstehen, erinnert die Arbeit von Björn Ommer daran, dass öffentlich finanzierte Forschung und Open-Source-Veröffentlichungen einen echten Unterschied machen. Seine Stimme ist auch deshalb gefragt, wenn es um Fragen wie Datenherkunft, Urheberrecht und Verantwortung in der Bild-KI geht.
Gute Einstiege
Forschungsgruppe: Computer Vision & Learning Group, LMU München (ommer-lab.com) – Publikationen, Team, Projekte.
Originalarbeit: «High-Resolution Image Synthesis with Latent Diffusion Models» – frei verfügbar auf arXiv.
Vorträge & Interviews: zahlreiche Vorträge und Gespräche in deutschen und internationalen Medien, viele Aufzeichnungen auf YouTube.
Was man von ihm mitnehmen kann
Creative Teams gewinnen ein tieferes Verständnis dafür, was generative Bild-KI eigentlich tut. Führungskräfte lernen, warum die Fragen nach Daten, Quellen und Offenheit gerade jetzt zentral werden. Und Innovationsteams bekommen ein Beispiel dafür, wie Grundlagenforschung Märkte verändert – auch jenseits von Startup-Logik.
Anschluss an Prismeo
Generative KI verändert, wie wir mit Bildern, Inhalten und Marken arbeiten. Wer ihre Möglichkeiten ernsthaft erkunden will, braucht Räume, in denen Experiment und Reflexion nebeneinander Platz haben. Studio und Idealab im Prismeo LAB sind genau dafür gebaut.
Weitere Porträts dieser Serie findest Du im Prismeo Journal.
Wenn aus einem Gedanken ein Format werden soll, zeigen wir Dir gern den passenden Raum.
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