Dan Nommensen: KI verstanden, bevor sie laut wurde
Ein Portrait über einen Hamburger Vordenker, der die Konsequenzen Künstlicher Intelligenz schon erkannt hat, als der Begriff noch keinen Newsletter füllte.

Lange bevor jeder Vorstand eine KI-Strategie verlangte, hat Dan Nommensen verstanden, wohin die Reise geht. Heute übersetzt er als Mitgründer der Advanced Innovation GmbH und Betreiber von ki-suche.io zwischen Technologie, Führung und Alltag – ruhig, präzise, ohne Hype.
Inhalt
Es gibt diese seltene Sorte Mensch, die ein Thema schon ernst nimmt, als es noch niemand für ein Thema hält. Dan Nommensen gehört dazu. Während die meisten Unternehmen Künstliche Intelligenz noch für ein Forschungsfeld hielten, hat er bereits beobachtet, was passiert, wenn sie aus dem Labor in die Geschäftsmodelle wandert. Heute, im Lärm des Hypes, wirkt seine Haltung fast altmodisch: ruhig, prüfend, nüchtern. Genau deshalb ist sie wertvoll.
Früh dran, ohne missionarisch zu werden
Dan Nommensen hat die revolutionären Folgen Künstlicher Intelligenz schon Jahre vor dem aktuellen Hype erkannt. Nicht als Prognose im Vortrag, sondern als praktische Frage: Welche Arbeit verändert sich – und welche verschwindet, wenn niemand hinsieht? Wer ihm zuhört, merkt schnell, dass es ihm nicht um Werkzeuge geht, sondern um die Übersetzungsleistung dahinter. Was bedeutet ein neues Modell für eine Abteilung, einen Entscheidungsweg, eine Berufsrolle?
Advanced Innovation: Beratung ohne Buzzwords
Mit der Advanced Innovation GmbH entwickelt Dan Nommensen gemeinsam mit seinem Partner Konrad Gulla neue digitale Lösungen und berät Unternehmen sowie Führungskräfte. Das ist eine knappe Beschreibung für eine ungewöhnliche Arbeitsweise: weniger Folien, mehr Prototypen. Weniger Reifegrad-Matrix, mehr konkrete Anwendung. Beratung, die nicht beim Workshop endet, sondern dort weitergeht, wo es im Betrieb hakt – beim ersten echten Use Case, bei der Frage, wer das Ding eigentlich pflegt, beim Mut, etwas wieder einzustampfen, was nicht trägt.
„KI ersetzt selten ganze Berufe. Sie verschiebt, was darin wichtig ist."
ki-suche.io: die Übersicht, die fehlte
Aus dieser Praxis ist auch ki-suche.io entstanden – die nach eigenen Angaben umfangreichste KI-Tool-Datenbank in Deutschland. Wer einmal versucht hat, im Wochentakt zu sortieren, welches Werkzeug für welche Aufgabe taugt, weiß, warum so eine Sammlung gebraucht wird. Sie ersetzt nicht das eigene Urteil, aber sie macht es möglich. Statt sich durch dutzende Landingpages zu klicken, bekommen Teams einen kuratierten Überblick, der ihnen die wichtigste Vorarbeit abnimmt.
Was Räume mit KI-Strategie zu tun haben
Was uns an seiner Arbeit interessiert: KI verändert nicht nur Software, sondern auch die Art, wie Menschen zusammen denken. Wer in Organisationen Wirkung erzeugen will, braucht Räume, die diesem Denken folgen. Räume, in denen Tools nicht das Erste sind, was beeindruckt, sondern das Letzte, was hilft. Räume, in denen Führungskräfte die Zeit haben, Konsequenzen ehrlich zu Ende zu denken – statt von einer Demo zur nächsten zu springen.
Genau dort begegnen sich Dan Nommensens Arbeit und das Prismeo LAB. Strategie braucht Atmosphäre. Innovation braucht Pause. Tool-Auswahl braucht jemanden im Raum, der die richtigen Fragen stellt – nicht die lautesten Antworten gibt.
Warum sein Blick gerade jetzt zählt
Im aktuellen Lärm der KI-Debatte ist es leicht, sich zwischen Untergangserzählung und Goldgräberstimmung zu verlieren. Dan Nommensen tut keines von beidem. Er erinnert daran, dass eine Technologie erst dann wirklich verstanden ist, wenn man weiß, was sie in einem konkreten Team, einer konkreten Rolle, einer konkreten Woche tatsächlich verändert. Diese Art von Klarheit entsteht nicht durch Schlagworte. Sie entsteht durch jahrelanges Hinsehen. Und durch die Bereitschaft, einfache Antworten zu vermeiden, wenn die Wirklichkeit komplexer ist.
Wer Dan Nommensen erlebt, bekommt selten eine fertige Lösung. Er bekommt etwas Wertvolleres: bessere Fragen.
Wenn aus einem Gedanken ein Format werden soll, zeigen wir Dir gern den passenden Raum.
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